08_Allergien
Allergien - Kapriolen des Immunsystems
Bald ist es wieder so weit und die Natur erwacht zu neuem Leben. Für so manchen aber leider mit sehr unangenehmen Begleiterscheinungen, denn Pollen starten jedes Jahr erneut einen Großangriff auf unser Immunsystem! Der kommende Frühling trifft Pollenallergiker voraussichtlich wieder richtig schlimm, denn die Birke, der häufigste Auslöser von Heuschnupfen, hat ein Mastjahr, d.h., sie blüht besonders intensiv. Schätzungen sprechen von etwa 10 Millionen Betroffenen allein in Deutschland. Insgesamt sollen es sogar rund 25 Millionen Deutsche sein, die - saisonal bedingt oder ganzjährig - unter allergischen Beschwerden leiden, Tendenz stetig steigend, insbesondere bei Kindern. Ebenso in den anderen entwickelten Industrieländern haben die verschiedenen Allergieformen im Hals-Nasen- Bereich, auf der Haut oder im Verdauungstrakt alarmierende Ausmaße angenommen.
Auch die Anzahl der Allergene, also der Stoffe, die eine Allergie auslösen können, steigt ständig. Dabei sind die meisten dieser Stoffe an und für sich harmlos - aber eben nicht für jeden! Neben den Pollen von Gräsern, Kräutern, Bäumen und Sträuchern sind es vor allem Tierhaare oder -schuppen,
Hausstaub (verursacht durch Milben), Pilzsporen, z.B. Schimmelpilze oder aus Topfpflanzen, Inhaltsstoffe von Nahrungsmitteln sowie Nahrungsmittelzusätze, Luftschadstoffe, Latex, Metalle und diverse Chemikalien, z.B. in Kosmetika, Wasch- und Reinigungsmitteln, sowie Medikamente, die eine Allergie auslösen können.
Allergien sind Krankheiten, für die unser Immunsystem verantwortlich ist. Besonders verbreitet sind Allergien vom Typ I; z.B. der Heuschnupfen oder Asthma gehören zu diesem „Soforttyp“, weil die allergische Reaktion unmittelbar nach dem Kontakt mit dem Allergen auftritt. Allergien können in jeder Phase des Lebens entstehen. So dringen beim Atmen, bei der Nahrungsaufnahme, bei Berührungen etc. ständig körperfremde Stoffe in unseren Organismus ein. Für unser Abwehrsystem sind diese Stoffe zunächst Fremdstoffe (Antigene), und deshalb wird unser Immunsystem aktiv : Es bildet Antikörper!
Das ist ein überaus nützlicher Vorgang, um unseren Körper z.B. gegen Krankheitserreger oder schädliche Fremdkörper zu schützen. Anders als der Gesunde reagiert der Allergiker aber nach dem Kontakt mit Allergenen mit einer Überproduktion spezieller Antikörper, so genannter Immunglobuline
E (IgE). Diese binden rasch an die Oberfläche bestimmter Gewebezellen, der Mastzellen. Mit diesem Vorgang, der Sensibilisierung genannt wird, hat der Körper eine Art Steckbrief zur Erkennung des Allergens angelegt, ohne dass es der Betreffende zunächst merkt. Kommt es später zu einem neuen Kontakt mit dem Allergen, reagiert der Körper sofort: Es kommt zur allergischen Reaktion, d.h., die IgE- Antikörper auf den Mastzellen erkennen das Allergen wieder und bewirken die Ausschüttung von Botenstoffen aus den Zellen. Der wichtigste Botenstoff ist das Histamin. Es wird sehr schnell über den ganzen Körper verteilt und führt zu den bekannten heftigen und so unangenehmen Reaktionen wie Augentränen, quälender Juckreiz, Fließschnupfen oder gar Atemnot. Bei allergischen Reaktionen
antwortet der Körper auf im Allgemeinen harmlose Stoffe also mit unangemessener
Heftigkeit, schießt das Immunsystem weit über das eigentliche Ziel hinaus.
Neben dem hier beschriebenen Mechanismus einer allergischen Reaktion, der durch bestimmte Eiweißstoffe in Gang gesetzt wird, gibt es andere, an deren Ausbildung vor allem Blutzellen beteiligt sind. Vor allem wenn der die Allergie verursachende Stoff bekannt ist - häufig gelingt es nicht, ihn zu finden - gibt es für die Betroffenen eine Reihe moderner Therapiemöglichkeiten, um allergische Reaktionen zu vermeiden oder die unangenehmen Beschwerden wenigstens zu lindern:
1. Die Meidung von Kontakten
Das ist leichter gesagt als getan und nur bei Allergien gegenüber genau bekannten und wohl bestimmten Chemikalien, Nahrungsmitteln, Medikamenten relativ einfach, sonst nicht
praktikabel.
2. Die Einnahme von Medikamenten
Damit können Beschwerden gelindert werden. Möglich sind vorbeugende Mittel, die
verhindern, dass Botenstoffe frei gesetzt werden, die dann zu unkontrollierten Reaktionen
führen oder auch Antihistaminika. Sie verhindern die unangenehmen Wirkungen der
Histaminfreisetzung, also z.B. den Juckreiz. In schweren Fällen können Kortisonpräparate
helfen. In jedem Fall haben Nasen- oder Augentropfen, Atemsprays oder Tabletten oft nicht unerhebliche Nebenwirkungen, insbesondere das Kortison.
3. Die Hyposensibilisierung
Diese Methode ist nicht bei allen Allergien möglich und sehr langwierig, bisher aber vielleicht am erfolgreichsten. Man versucht, den Organismus gegen den Allergieauslöser weniger em
pfindlich zu machen. Dazu wird das Allergen in extremer Verdünnung gespritzt oder
geschluckt. Im Idealfall entwickelt der Körper eine gewisse Toleranz gegen das Antigen.
Neben diesen klassischen Behandlungsmöglichkeiten bringt in vielen Fällen der Einsatz
von Naturheilverfahren wie z.B.eine Akupunktur oder die Einnahme bestimmter
Pflanzenextrakte Hilfe.
Bei der Bekämpfung von Allergien haben sich auch die Heilpilze einen festen Platz in der Therapie erobert. Vor allem in der chinesischen Medizin werden einige Pilze traditionell schon seit langem sehr wirksam bei der Linderung und Heilung allergischer Beschwerden eingesetzt. Inzwischen konnte durch zahlreiche wissenschaftliche Studien belegt werden, dass Heilpilze das menschliche Immunsystem nachhaltig stimulieren, stärken und exzellent regulieren und deshalb sind sie in ganz besonderem Maße auch dafür geeignet, auf das überschießende Immunsystem eines Allergikers regulierend einzuwirken. Das ist einerseits auf bestimmte Inhaltsstoffe, hauptsächlich die Polysaccharide und Triterpene zurück zu führen. Zum anderen zeigen die Studien, dass Pilze adaptogene Eigenschaften haben. Adaptogene sind gewissermaßen „mitdenkende Naturstoffe“, Substanzen, die - ohne Nebenwirkungen - das Vermögen des menschlichen Organismus erhöhen, sich auf bestimmte Situationen (Stress, Krankheit usw.) einzustellen und durch die Steigerung der Immunabwehr diese auch erfolgreich zu bewältigen. Ein recht bekanntes Adaptogen ist Ginseng.
Bei den verschiedenen Allergien sind besonders positive Erfahrungen mit den Pilzen Reishi, Shiitake, Hericium und ABM gemacht worden.
Reishi oder auch Ling Zhi, „der Pilz der Unsterblichkeit“, wird traditionell und in klinischen Studien erfolgreich bei sämtlichen Allergien, insbesondere jedoch bei Heuschnupfen, allergisch bedingtem Asthma, Nahrungsmittel- und Konservierungsstoffallergien sowie bei Neurodermitis eingesetzt. Dies wird in Erfahrungsberichten zahlreicher Heilpraktiker immer wieder bestätigt. Neben der generell
regulierenden Wirkung von Heilpilzen auf das Immunsystem sind einige Inhaltsstoffe des Reishi, die Triterpenoide, offensichtlich sogar in der Lage, die Produktion von Histamin zu reduzieren, d.h., die antiallergische Hauptwirkung des Reishi setzt bei der Ausschüttung von Histamin an. Auch Professor Hademar Bankhofer empfiehlt - unterstützend zu einer ärztlichen Therapie - den Reishi-Pilz, um die Ausschüttung der Histamine zu drosseln. Allerdings dauert die Therapie einige Zeit ( 3 - 6 Monate) und es kann auch eine Erstverschlimmerung auftreten. Dafür aber ist der Effekt auf das überschießende Immunsystem nachhaltig. Zur Anwendung kommt Reishi-Pulver (zur Tablette gepresst). Zur Prävention werden täglich 1 bis 2g (2 bis 4 Tabletten) empfohlen, in akuten Phasen sollten es täglich 3 bis 4g (entsprechend 6 bis 8 Tabletten) sein. Zu beachten ist, dass die Menschen auf den Reishi sehr unterschiedlich reagieren. Wenn mit den empfohlenen Mengen keine Wirkung zu spüren ist, kann an Stelle des Pulvers auch der stärkere Reishi-Extrakt zum Einsatz kommen.
Hericium, der Affenkopfpilz, wird traditionell angewandt und ist bei Allergien im Magen-Darm-Bereich
sehr hilfreich. Empfohlen wird eine Tagesration von 3 bis 4 g, also 6 bis 8 Tabletten.
Shiitake wird traditionell angewandt und ist generell bei Allergien zu empfehlen. Zu beachten ist hier, dass es bei einigen Menschen zu Hautrötungen kommen kann. Empfehlenswert ist es, die Therapie mit einer Tagesration von 1 g (2 Tabletten) zu beginnen und die Dosis in Gramm-Schritten alle 2 Wochen bis auf 4 g täglich zu erhöhen.
ABM wird in klinischen Studien und seit kurzem auch in Heilpraxen erfolgreich bei Blütenstauballergien sowie bei allergischem Asthma eingesetzt. Auch hier sind zur Prävention täglich1 bis 2 g des Pulvers, entsprechend 2 bis 4 Tabletten, in akuten Phasen 3 bis 4 g täglich, also 6 bis 8 Tabletten zu empfehlen.
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Erfahrungsberichte
Vor ca. 7 Wochen habe ich mit der Einnahme von tägl. 3 mal 1 Kapsel Reishi-Extrakt, vor ca. 3 Wochen 3 mal 2 Kapseln Reishi-Pulver begonnen. Erfreulicherweise kann ich Ihnen mitteilen, dass sich mein Asthma und meine Neurodermitis gebessert haben. Mein dauernder Infekt hat sich auch gebessert. Ich hatte am Anfang sehr viel Auswurf von zitronengelb bis fast schwarz. Auch mein Allgemeinzustand hat sich verbessert. Dazu muss ich Ihnen mitteilen, dass ich seit ca. 10 Jahren dauernd Kortison einnehmen muss. Natürlich gibt es noch Tage mit Verschlimmerungen und ich muss auch immer noch Kortison nehmen. Doch vor der Einnahme der Reishi-Kapseln kam ich auf eine Erhaltungsdosis von 15 mg Kortison für 3 Tage. Jetzt habe ich es auf 12 mg für 14 Tage geschafft. Ich hoffe, dass die Wirkung anhält. Mein Sohn ist erst drei, leidet an Nahrungsmittelallergien, etwas Neurodermitis und hatte früher alle möglichen Atemwegsbeschwerden. Seine Nahrungsmittelallergie trat in Form von Nesselsucht direkt nach dem Kontakt auf. Wir meiden natürlich alle bekannten Allergie- Auslöser (Erdnüsse, Hühnerei..), ich weiß also nicht, wie er heute darauf reagieren würde. Anfang September jedoch hatte er ein Nesselfieber am ganzen Körper, das nach einer Stresssituation auftrat und auch auf die Atemwege über ging. Seit Anfang Oktober bekommt er Reishi-Extrakt. Vor ein paar Tagen hat es wieder eine Stresssituation gegeben und er hat auch wieder mit Nesselfieber reagiert, jedoch sehr viel schwächer. Außerdem blieben die Atemwege verschont. Natürlich weiß man nie, ob es jetzt wahrhaftig am Reishi liegt, aber insgesamt bekommt er ihm sehr gut (wenig Infekte und diese dann harmloser als sonst), deshalb könnte ich es mir vorstellen.
Sehr gute Erfahrungen habe ich im Sommer mit meinem Heuschnupfen gemacht. Ich habe wie Sie mir empfohlen haben Shiitake Pulver sowie Reishi Extrakt (1*2 Tabletten) eingenommen. Es war der erste Sommer wo ich kaum beschwerden hatte. Bisher mußte ich immer über einen längeren Zeitraum Tabletten einnehmen. Und ohne Augen und Naßentropfen bin ich kaum ausgekommen.
Ein Freund hat eine lebenslange Neurodermitis mit Reishi, 4 Tabletten täglich fast ganz wegbekommen, erste sichtbare Erfolge bereits nach zwei Wochen.
Habe seit 30 Jahren eine schwere Pollenallergie! Bin durch Zufall auf Reishi gestoßen! Nach 10 Tagen waren die Beschwerden weg, Nehme 4 Kapseln am Tag!
Abschließend soll noch einmal hervorgehoben werden, dass mit einer gesunden und angemessenen Lebensweise das Immunsystem insgesamt positiv beeinflusst und somit die Abwehrkraft gesteigert werden kann. Alles, was das Immunsystem stärkt und reguliert, ist im Falle einer Allergie sinnvoll - und mit den Heilpilzen hat uns die Natur ein wirkliches Gut zur Nutzung überlassen.
Allen Lesern eine gute Zeit!
Dr. Susanne Ehlers

