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19_Fettstoffwechsel von Dr- med. Heinz Knopf

Zu hohes Cholesterin - gefährlich, aber nicht unvermeidlich


Die Liste der gesundheitlichen Schäden, die durch zu hohe Cholesterinwerte im Blut verursacht werden können, ist lang: Arterienverkalkung, Bluthochdruck, Schlaganfall, Herzinfarkt …
Es sind die Ablagerungen in den Blutgefäßen, die verantwortlich sind für die leider allzu oft tödlichen
Folgen von Fettstoffwechselstörungen. Das Tückische: Da anfangs meist keine Symptome auftreten,
wird die Erkrankung in vielen Fällen erst spät - manchmal zu spät - erkannt. Hinzu kommt, dass sich die hohen Blutfettwerte (medizinisch als Hypercholesterinämie oder Hyperlipidämie bezeichnet) medikamentös nicht immer gut regulieren lassen. Nebenwirkungen schulmedizinischer
Mittel tun ihr Übriges, dass betroffene Patienten lieber mit den schlechten Laborwerten leben,
statt sich in gezielte Behandlung zu begeben.

 

„Gutes“ und „böses“ Cholesterin
Damit der Arzt oder Heilpraktiker Fettstoffwechselstörungen genau beurteilen kann, ist die korrekte
Analyse der Laborwerte unverzichtbar. Denn hohe Cholesterinwerte allein müssen nicht unbedingt
ein Alarmsignal sein. Entscheidender als die absoluten Werte ist das Verhältnis der beiden Lipoproteine HDL und LDL (umgangssprachlich auch als „gutes“ und „böses“ Cholesterin bezeichnet). Das HDL ist für den Transport von Cholesterin aus den Körperzellen in die Leber zuständig, wo es verstoffwechselt wird. Es verhindert also, dass sich Cholesterin in den Blutgefäßen ablagert. Das „böse“ LDL sorgt für den Transport in die entgegengesetzte Richtung, also von der Leber in die Körperzellen. Ein hoher LDL-Wert, vor allem zusammen mit einem niedrigen HDL-Wert, weist auf ein erhöhtes Risiko für Arterienverkalkung hin. Ist der LDL-Wert viermal so hoch wie der HDL-Wert oder sogar noch höher, sollten die Alarmglocken schrillen.


Ernährung, Bewegung, Entspannung
Ernährung, Bewegung, Entspannung Der Einfl uss der Ernährung auf die Blutfettwerte, zu denen neben dem Cholesterin noch die Triglyceride gehören, ist unbestritten: Tierische Lebensmittel wie Eier, Milchprodukte und Fleisch, aber auch Alkohol treiben die Zahlen in die Höhe, sodass allein über
eine bewusste Ernährung schon einiges erreicht werden kann. Andererseits werden Cholesterin und Triglyceride auch vom menschlichen Organismus selbst produziert, da der Körper sie zum Beispiel zur Bildung einiger Hormone, zum Aufbau der Zellmembranen und zur Speicherung von Energie
benötigt. Sieht man von den seltenen Fällen ab, in denen eine Fettstoffwechselstörung
genetisch bedingt oder auf die Einnahme bestimmter Medikamente (Cortison, Bluthochdruckmittel) zurückzuführen ist, hat man als Betroffener gute Chancen, bei entsprechendem Engagement
die eigenen Werte in den Normalbereich zu bringen.


Sehr wirksam: der Shiitake
Lentinula edodes - Shiitake Und es gibt noch mehr Alternativen zu den chemisch-pharmazeutischen Präparaten. So wurden bereits in den 1960er-Jahren erste Untersuchungen durchgeführt, die die Wirkung des Shiitake auf den Cholesterinspiegel analysierten. Heute ist längst nachgewiesen, dass
die im Pilz enthaltenen Substanzen Eritadenin und Cholin den Transport von Fetten zur Leber sowie den Abbau von Fettsäuren in der Leber fördern. Außerdem regt das enthaltene Provitamin D den Kalziumstoffwechsel an und trägt dazu bei, bereits abgelagertes Kalzium aus den Arterienwänden
zu entfernen. Die natürlichen Aminosäuren des Pilzes schützen vor neuen Entzündungen und Ablagerungen in den Gefäßen. In seltenen Fällen wird der Shiitake nicht vertragen - am besten lassen Sie sich von einem in der Mykotherapie erfahrenen Therapeuten beraten.
Ebenfalls empfehlenswert bei der Behandlung von Fettstoffwechselstörungen ist der Cordyceps,
dessen regulierender Effekt auf die Blutfettwerte in klinischen Studien bestätigt wurde. In langfristig
angelegten Untersuchungen zeigte sich außerdem, dass auch der Maitake zur Senkung des Gesamtcholesterins und der Triglyceride beiträgt. Auch wenn es noch nicht abschließend geklärt ist: Generell bewirken wahrscheinlich bereits die in allen Pilzen enthaltenen Ballaststoffe, dass weniger Nahrungsfette über die Darmschleimhaut aufgenommen werden.

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