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Igelstachelbart (Hericium erinaceus) [Affenkopfpilz]

Hericium erinaceus (Affenkopfpilz, Igelstachelbart, Pom-Pom)

 

Anwendungsgebiete:

Der Igelstachelbart wird verwendet bei

 

  • • Entzündungen und Geschwüren, (vor allem der Magen- und Speiseröhrenschleim -haut, sowie Darmflorastörungen),
    • Sodbrennen,
    • Reflux
    • Magengeschwüren
    • Bauchspeicheldrüsenentzündung
    • Morbus Crohn
    • Krebs, vornehmlich der Verdauungsorgane
    (Magen, Speiseröhre, Darm, Bauchspeicheldrüse)
    • Chemotherapie, Abmilderung der Nebenwirkungen
    • Übergewicht
    • Wechseljahresbeschwerden
    • Nervenerkrankungen (Polyneuropathie, Alzheimer)
    • Unruhe
    • Angstzuständen, Depressionen
    • Verdauungsförderung
    • Hämorrhoiden
    • Immunsystemstimulierung, Infektionen

Igelstachelbart (Hericium erinaceus)
Der Hericium wird wegen seiner äußeren Gestalt auch Igelstachelbart genannt. Die exakte Übersetzung der chinesischen Schriftzeichen ist „Affenkopfpilz“, denn das Aussehen des Pilzes erinnert an in China vorkommende Affen, die so behaart sind, dass man kein Gesicht erkennen kann.
Der Pilz kann übrigens - wie andere Heilpilze auch - im eigenen Garten oder Balkon kultiviert werden. Der Hericium ist ein exzellenter Speisepilz, der mit 32 Aromastoffen und einer Vielzahl bioaktiver Substanzen sehr nährstoffreich ist. Er ist hervorragend zum Entschlacken und Abnehmen geeignet. Empfohlen wird, täglich etwa 100g Frischpilze oder 10g Trockenpilz zu verzehren.
Inzwischen sind auch vom Affenkopfpilz die bis zu 18 -mal höher konzentrierten, hocheffektiven Extrakte auf dem Markt erhältlich. Als begleitende Therapie bei massiven Erkrankungen ist der stärkere Extrakt oft in Kombination mit Pulver/Tabletten zu empfehlen. 
Inhaltsstoffe und medizinische Wirkung
Nachgewiesen wurden reichlich Kalium, Zink, Eisen, Germanium, Selen, Phosphor, aber nur wenig Natrium, ferner alle essenziellen Aminosäuren, sowie verschiedene Polysaccharide und Polypeptide. Der Pilz ist auch bei uns heimisch, wird inzwischen aber weltweit kultiviert. Er ist einer der wenigen Heilpilze, der bei uns in Deutschland ein Interesse an der Erforschung seiner Inhaltsstoffe geweckt hat. Prof. Dr. Schnitzler von der TU München hatte diesen Pilz aus Asien, wo er viele Jahre arbeitete, mitgebracht. Seine Forschung hat einige aus der Literatur bekannte Wirkungen bestätigt. Nachgewiesene antimikrobielle Wirkstoffe hemmen beispielsweise Helicobacter pylori, ein Bakterium, welches für die Entstehung von Magengeschwüren und Magenkrebs verantwortlich gemacht wird.
Nach der TCM ist Hericium gut für die fünf Organe Niere, Leber, Milz, Herz und Magen. Er unterstützt die Verdauung, dient der allgemeinen Stärkung, gibt Lebenskraft und unterdrückt Krebs. Er wurde erfolgreich bei Magenkrebs, Gastritis, Magengeschwü¬ren, Zwölffingerdarmgeschwüren und Speiseröhrenkrebs eingesetzt. Vornehmlich scheint der Igelstachelbart also im Bereich des Verdauungssystems, angefangen von der Speiseröhre über den Magen bis hin zum Darm, ein ganz erhebliches Wirkungspotential zu besitzen!
Hauptsächlich werden diese Wirkungen den Polysacchariden und Polypeptiden zugeschrieben, die das Immunsystem aktivieren, Krebszellen zu erkennen und abzutöten. Hericium trägt auch wesentlich zum Wiederaufbau der Schleimhäute bei. So berichtet eine Studie über den erfolgreichen Einsatz des Pilzes bei Gastritispatienten. Bei 82% der Erkrankten wurde eine signifikante Verbesserung der typischen Symptome festgestellt, bei 58% sogar ein völliges Verschwinden der Entzündung registriert. Dabei wurde die Magenschleimhaut nachhaltig wieder aufgebaut.
Japanische Wissenschaftler fanden Inhaltsstoffe wie Erinacine, die den Nervenwachs¬tumsfaktor stimulieren. Dies kann bei Nervenerkrankungen und bei der Alzheimerschen Krankheit von Nutzen sein und die Regeneration peripherer Nerven bei neuronalen Erkrankungen und Polyneuropathie unterstützen. Interessant ist auch, dass von einer die Stimmung aufhellenden Wirkung der Presssäfte des Pilzes berichtet wird.

Hericium erinaceus
Hericium erinaceus
Der Hericium wird wegen seiner äußeren Gestalt auch Igelstachelbart genannt. Die exakte Übersetzung der chinesischen Schriftzeichen ist „Affenkopfpilz“, denn das Aussehen des Pilzes erinnert an in China vorkommende Affen, die so behaart sind, dass man kein Gesicht erkennen kann.